Roland Wahl, Leiter des Kundendienstes der Stadtbibliothek Aarau berichtet: Erfahrungsbericht bei der Umrüstung auf RFID mit einem Tagging-Team aus England

Das Angebot der Firma bibliotheca-RFID an die Stadtbibliothek Aarau war verlockend: Ein Tagging-Team sollte sämtliche Arbeiten übernehmen, die mit dem Ausrüsten der Medien mit den RFID-Labels zusammen hängen. Es waren verschiedene Gründe, die uns schliesslich dazu bewogen, die Offerte anzunehmen:

  • Der attraktive Preis.
  • Die Routine des Tagging-Teams versprach effiziente Abläufe und vor allem auch hohe Qualität.
  • Der "normale" Bibliotheksbetrieb konnte ungehindert funktionieren.
  • Unser Bibliothekspersonal ist mit den Bibliotheksaufgaben stark ausgelastet – eine Mitarbeit beim Umrüsten war personell nicht drin.
  • Das Rekrutieren und Schulen von Hilfskräften fiel weg.
Das Tagging-Team aus England traf am Montag, 16. September bei strömendem Regen um 10 Uhr in Aarau ein. Zusammen mit einem Techniker-Team von bibliotheca-RFID wurde das Konvertierungsprogramm auf den Laptops installiert. Die mobilen Tagging- Stationen aus Holz brachte das Tagging-Team im Lieferwagen mit, nur die Labels zum Einkleben mussten wir vorgängig selber besorgen. Nachmittags um 14 Uhr legten die drei jungen Frauen los und dies gleich in einem unglaublich schnellen Tempo.

Unser Medienbestand war für das routinierte Team keine besondere Herausforderung. Nur ganz wenige Medien mit metallischem Bucheinband oder in Metallboxen konnten nicht synchronisiert werden. In einem täglichen Journal wurde die Anzahl der erledigten Mediengemeldet. Gleich am ersten Tag waren es 2377, am zweiten Tag dann schon 5189.

Wir starteten mit dem Umrüsten im Untergeschoss bei den Sachmedien. Ablauf: Stapel Medien vom Tablar herunter nehmen, Label einkleben, Strichcode einlesen und synchronisieren, Medien zurück aufs Tablar stellen. Rund vier Sekunden brauchte eine Mitarbeiterin für die Bearbeitung eines Buches – eine Zeit, die auch eine geschulte Hilfsperson kaum erreichen kann. Das Team arbeitete an drei Arbeitsstationen, nahe beieinander und pflügte sich in kurzer Zeit durch das gesamte Untergeschoss. Für kurze Zeit war der Zugang zu gewissen Regalen leicht eingeschränkt; mal über ein Kabel steigen oder kurz eine Arbeitsstation verschieben. Weitere Beeinträchtigungen für die Kunden gab es keine.

An der Ausleihtheke kam in einer ersten Phase eine zusätzliche Arbeit hinzu: Bei sämtlichen zurückgebrachten Medien musste kontrolliert werden, ob bereits ein Label eingeklebt war. Wir haben aus Zeitgründen darauf verzichtet, eine äussere Markierung der bereits bearbeiteten Medien anzubringen.   

Einen vollen Bücherwagen mit noch nicht versorgten Medien konnten wir jederzeit dem Tagging-Team zum Labeln vorbei bringen. Anschliessend konnten die Medien dann bearbeitet werden.

Zeitlich aufwändiger bei der Bearbeitung waren Kinder-CDs, Musik-CDs, Hörbücher und DVDs. Bei diesen Medien liessen wir die Labels auf die rückseitigen Cover aufkleben. Dazu mussten einerseits Trays (bei CDs) oder die Papiercover (bei DVDs) herausgenommen werden.

Das Tagging-Team war vom 16. bis 27. September bei uns und arbeitete an insgesamt zehn Tagen jeweils von 9.30 bis 17 Uhr. Insgesamt 38'177 Medien wurden in dieser Zeit bearbeitet. Dies entspricht rund 2/3 unseres Medienbestandes. Die restlichen rund 15'000 Medien waren während diesen zwei Wochen ausgeliehen – sie wurden im Verlauf der nächsten Wochen jeweils bei der Rückgabe bearbeitet.

Unsere Bilanz: Wir können den Einsatz des Tagging-Teams ohne Vorbehalte weiter empfehlen – das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.“

Roland Wahl
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
+ 41 (0)62 832 41 60